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Interkulturelle Arbeit
Die Bedeutung der interkulturellen Arbeit (auch transkulturelle oder kultursensible Arbeit genannt) gewinnt in einer zunehmend multikulturellen Gesellschaft immer mehr an Bedeutung. Man versteht darunter die Berücksichtigung des kulturellen Hintergrundes einzelner Personen oder einer Gruppe im beruflichen Kontext. Als Kultur kann man die Bedeutung von Normen und Werten, von Einstellungen und Überzeugungen der Menschen eines Landes oder einer Region bezeichnen.
Im soziologischen Sinne wird davon ausgegangen, dass es Grundüberzeugungen von Einstellungen und Verhaltensweisen gibt, die bei den Menschen eines Kulturkreises gleich oder zumindest überwiegend ähnlich sind. Da kulturelle Erfahrungen unser Denken und Verhalten bestimmen, ist es wichtig diesen Hintergrund in der beruflichen Arbeit zu berücksichtigen. Dazu zählen die spezifische Art der Wahrnehmung, des sozialen Miteinanders und der verbalen und nonverbalen Kommunikation.
Interkulturelle Arbeit ist nicht nur wichtig für Menschen mit dem Hintergrund einer Migration (Wanderung). Personen, deren Eltern oder Großeltern aus einem anderen Kulturkreis stammen, sind auch in der 2. oder 3. Generation durch familiäre Strukturen in ihrer Kultur verwurzelt. Häufig bilden sich durch Elternteile mit verschiedenen kulturellen Prägungen so genannte Mischformen einer neuen kulturellen Identität.
Besondere Berücksichtigung findet die interkulturelle Arbeit gerade bei Auslandsaufenthalten. Ob als Arbeitnehmer, Student, Praktikant oder freiwilliger Helfer - die Beachtung landesüblicher Gebräuche und der Respekt gegenüber der anderen Kultur ist von entscheidender Bedeutung.
Kulturelle Sensibilität im beruflichen Kontext wird zur ethischen Grundhaltung der jeweiligen Berufsgruppe gezählt - dabei spielen berufsethische Überzeugungen, die in der Regel als Kodex in der Berufsethik festgeschrieben sind, eine zentrale Rolle.
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